Die Brombeere für unseren Edelgeist

BrombeereDie Brombeere gehört zur selben Familie wie die Himbeeren und Erdbeeren, d. h. zur Familie der Rosengewächse. Der Name Brombeere leitet sich vom altdeutschen Wort für Dornbeere (bramo-beri) her. Andere gebräuchliche Namen für die Brombeeren sind auch Schwarzbeere oder Kratzbeere.

Archäologische Ausgrabungen haben ergeben, dass der Mensch schon in der Jungsteinzeit (ca. 9. Jh.. v. Chr.) Brombeeren gegessen hat. Und in der Zeit von Hippokrates (400 v. Chr.) fanden die über ganz Europa verbreiteten wilden Brombeersträucher dann auch in der Medizin - in Form der Beeren und der Blätter - große Verwendung.

Brombeeren werden meist am Wegesrand gepflückt und daher selten in den Gärten kultiviert. Sie stehen an Waldrändern oder Feldwegen, dort bilden sie ein dichtes Strauchwerk, das vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung gewährt. Es dauerte einige Jahrhunderte, bis aus der Beere aus dem Wald eine Gartenbeere wurde.

Zuerst wurden die dornigen Sträucher an steinigen, unfruchtbaren Gartenstellen, vor allem als Gartenbegrenzung angepflanzt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts erlangten die Brombeeren Einzug in die europäischen Obstgärten und wurden dann auch in größerem Umfang kultiviert.

Die Brombeeren bevorzugen gemäßigte Klimazonen und gedeihen weltweit. Sie wachsen bevorzugt in Wäldern, Gebüsch und Gärten und werden insbesondere in Europa, Amerika und Australien kultiviert. Es sind über 1000 Brombeersorten bekannt und durch Kreuzungen aus Brombeeren und Himbeeren entstehen auch immer wieder neue Beerensorten.

Durch Züchtung gibt es inzwischen dornenlose Sorten, die leichter zu pflegen und zu ernten sind, sie erreichen jedoch oft nicht das Aroma der "wilden" Brombeeren.