Die Feigenbirne für unseren Edelbrand


Feigenbirne

Die Vorfahren unserer Birnen stammen aus dem Kaukasus, dort gab es früher große Obstwälder. Allerdings gab es auch in anderen Gebieten auf der Welt verschiedene Wildbirnen.

Erste Nachweise über die Nutzung der Birnen stammen aus einer Zeit von vor über 6000 Jahren. Die alten Griechen kannten wilde und dornige Birnbäume, aber auch kultivierte, wohlschmeckende Birnen. In den Geschichten von Odysseus wird davon berichtet.

Um 1530 wanderte der Botaniker Valerius Cordus durch Mitteldeutschland und beschrieb 50 Birnensorten. Roh genießbar wurden die Birnen jedoch in Deutschland erst Ende des 17. Jahrhunderts. Ihre Kultivierung wurde von Frankreich nach Deutschland gebracht. 1661 wurde Ludwig der XIV. König von Frankreich und erklärte den Obstanbau zur Chefsache. So wurde von Jean de La Quintinye bis 1682 einiger Garten zur Versorgung der königlichen Tafel angelegt, der Potager von Versailles. René Dahuron war ein Schüler von La Quintinye und schrieb ein Buch über den höfischen Obstanbau. 1685 verließ er Frankreich und arbeitete in Hannover und Celle, später dann in Lietzenburg (Charlottenburg), das zur Keimzelle des französischen Gartenbaus in Deutschland wurde.

Die Feigenbirne gehört zu den alten Sorten. Ihre Herkunft ist unbekannt. Sie wurde erstmals 1823 von Walker erwähnt. Sie ist hat eine grünlich weiße Frucht und ist wohlschmeckend süß. Vorwiegend wird die Feigenbirne – auch Grünbirne oder Sommerbirne genannt in Süddeutschland (Baden Württemberg) angebaut.