Die Mispel für unseren Edelbrand

MispelDie Mispel ist ein mit spitzen Dornen bewehrter 2 bis 5 m hoher Strauch oder Baum und gehört zu den Rosengewächsen wie z.B. Apfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen auch.

Die Mispel hat ihren Ursprung in Vorderasien. Fossilfunde belegen, dass sie im Kaukasus und im heutigen Georgien bereits im Tertiär vorkam. Schon vor 3000 Jahren wurde die Mispel am kaspischen Meer kultiviert. Im Altertum die Pflanzen durch die Griechen und Römer zunächst in den Mittelmeerraum, später mit den Römischen Legionen nach Mitteleuropa, wo das Wildobst Jahrhunderte lang genutzt wurde. Die Mispeln wurden im Mittelalter in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. In England kultivierte man die Bäume im 17. und 18. Jahrhundert. Mispelbäume wurden in vielen Bauern- und Klostergärten angebaut, bis sie durch andere Obstsorten verdrängt wurden.

 Große, gepflegte Plantagen gibt es heute in Südwestasien und in Aserbaidschan, auch in Nordfrankreich und Südwestdeutschland wird sie häufig angebaut. In den anderen Teilen Deutschlands ist sie noch in verwilderter Form zu finden.

Die Früchte enthalten viel Gerbstoff, sie sind erst nach längerer Lagerung oder der Einwirkung von Frost genießbar. Sie bekommen dann eine weiche teigige Konsistenz und schmecken angenehm säuerlich. Mispeln wurden in der Heilkunde gegen Fieber und Schwächeanfälle sowie zur Blutreinigung und Stärkung angewendet. Aufgrund des hohen Gehaltes an Gerbstoffen nutzte man die unreifen Früchte auch in der Gerberei. Das sehr feste und zähe Holz wurde für Drechselarbeiten verwendet und eignet sich zur Holzkohlenherstellung.