Die Pflaume für unseren Edelbrand

Pflaume

Pflaumen gehören mit zu den ältesten Kulturobstsorten. Es gibt vier Arten von Pflaumen: Erstens die Pflaume, zweitens die Zwetschge, drittens die Reneklode und viertens die Mirabelle

Die Pflaumen sollen schon in der Jungsteinzeit gegessen worden sein, wie Funde bei Pfahlbauten zeigen. Damals handelte es sich allerdings um eingebürgerte oder heimische Wildpflanzen, nicht um die saftigen Sorten unserer Zeit.

 Die Pflaumen wurden vermutlich durch Alexander den Großen  nach seinen Kriegszügen mit in die Heimat gebracht. Als Zentrum des Pflaumenhandels etablierte sich Damaskus , und beim Begriff „Zwetschge“ könnte es sich um die Verballhornung  von „Damaszener“ handeln, wie  Sprachforscher vermuten.

Kreuzfahrer brachten die Pflaume von Damaskus nach Italien und Griechenland. Sie wird seit über 2.500 Jahren in Griechenland kultiviert. Schon vor etwa 2000 Jahren dichtete der Römer Marcus Valerius Martial : „Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hart gespannten Bauch.“

 Durch die Römer gelangten die Kulturpflaumen dann nach Deutschland und Frankreich, wo sich im 18. und 19. Jahrhundert die typischen Anbaugebiete entwickelten. Dass Pflaumen und Zwetschgen systematisch in Mitteleuropa angebaut wurden, soll das Verdienst Karls des Großen gewesen sein

 Über die Herkunft der Pflaume gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen. Sie stammt wahrscheinlich aus dem nördlichen Kaukasus oder dem Altaigebiet in Sibirien, wo es noch heute zahlreiche Wildpflanzen gibt. Man vermutet, dass unsere Hauspflaume eine natürliche Kreuzung zwischen der Schlehe und der Kirschpflaume ist.