Die Quitte für unseren Edelbrand

Quitte

Quitten stammen ursprünglich wahrscheinlich aus Transkaukasien und sind als eine der ältesten Obstarten seit Jahrtausenden in Südosteuropa beheimatet. Man vermutet, dass die am Balkan wild wachsenden Quittensträucher von verwilderten Kultursorten abstammen. Die Quitte wurde von den antiken Griechen sehr geschätzt und von den Römern nördlich der Alpen verbreitet. Sie galt in der Antike als Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit. Im Mittelalter wurde die Quitte in Süd- und Mitteleuropa kultiviert, wo sie bis 1900 sehr beliebt war. In der Geschichte wird die Quitte vor allem wegen ihres einzigartigen Aromas, ihres auffallenden Dufts und ihrer leuchtend gelben Farbe erwähnt.

Der Name der Quitte leitet sich übrigens aus der griechischen Bezeichnung „Kydomalon“ ab. Ihm verdankt sie der antiken kretischen Stadt Kydonia, die heute Chania heißt.

Besonders geschätzt wurde sie aber aufgrund ihrer heilsamen Wirkung bei verschiedensten Leiden. Doch dann wurde sie fast vollständig von Äpfeln und Birnen verdrängt, die sich in der Küche einfacher schneiden und leichter verarbeiten lassen.

Offensichtlich hat aber ihr zartes Aroma seinen Zauber behalten. Mittlerweile werden Quitten wieder vielfach angepflanzt und gehandelt. Dabei hat sie ihren Charakter als Wildfrucht bewahren können, da sie zwar schon Jahrtausende lang von Menschen kultiviert, aber züchterisch nur wenig verändert wurde. Heute werden Quitten vor allem in Südwestasien, Südostarabien sowie in Süd- und Mitteleuropa kultiviert. In Deutschland war sie selten geworden, doch seit einigen Jahren feiert die Quitte auch hier wieder ein Comeback.

Nach der Fruchtform unterscheidet man Apfelquitten und Birnenquitten, jedoch basieren auf dieser Einteilung eine Reihe von Missverständnissen und betrifft sie lediglich die Fruchtform.