Die Reneklode für unseren Edelbrand

Renklode

Die Reneklode (oder Reineclaude oder Ringlotte) ist eine äußerst attraktive Pflaumensorte, die durch ihr Äußeres und ihren süßen Geschmack beinahe exotisch wirkt. Renekloden sind ähnlich wie ihre Schwestern Pflaume und Mirabelle reich an Vitaminen, Mineralien, Fruchtzucker und Ballaststoffen.

Angebaut werden sie inzwischen an frostharten Bäumen in unseren Breiten. Inzwischen erfolgt sogar ein weltweiter Anbau der unkomplizierten und bescheidenen Renekloden. Die Früchte sind kugelförmig und etwas kleiner als gewöhnliche Pflaumen. Sie haben eine grasgrüne Färbung und bekommen bei Reife einen zarten Rotschimmer. Entdeckt wurde diese Obstsorte erst um 1800 in Frankreich, woher auch der französische Name stammt. Mitte August werden die Früchte reif und können abgeerntet werden.

Ihre Heimat liegt in Vorderasien. Um das Jahr 150 v. Chr. wurde sie ins heutige Italien gebracht, von wo aus sie sich zunächst über Handelswege im Mittelmeerraum und anschließend bis etwa zum Jahr 1670 unserer Zeitrechnung in ganz Europa verbreitete.

Die Reneklode erfreute sich in Frankreich – dort als „Reineclaude“ – ganz besonderer Wertschätzung. Die kugelige, dickfleischige Frucht, die auch in ausgereiftem Zustand noch grün ist, soll der Überlieferung nach ihren Namen zu Ehren von Claudia, der Gattin des französischen Königs Franz I (1525) erhalten haben. Sie wurde daher als „Reine Claude“ = Königin Claudia benannt. Andere Quellen enthalten eine profanere Erklärung und geben den Pomologen René Claude als Namensgeber an.