Die Schlehe für unseren Edelbrand

SchleheDer Schlehdorn wird auch Schlehendorn, Dornschlehe, Schlehe, Heckendorn, Schlehen-Schwarzdorn, Schwarzdorn oder Ackerpflaume genannt.

Der Name "Schlehe" kommt übrigens von dem Wort "Schleh" und bedeutet "matt, stumpf an den Gaumen kommend". So ist auch der Geschmack der Früchte vor dem ersten Frost: Herb, sehr sauer, den Gaumen zusammenziehend. In diesem Zustand sind die Schlehen kaum genießbar. Durch Frosteinwirkung schrumpfen die Früchte etwas, werden aber auch sehr viel milder im Geschmack und es kristallisiert sich dann das eigentliche Aroma heraus – ein süßlich, milder Geschmack.

Bereits römische Gelehrte wie Plinus und Dioscurides berichteten über die Schlehe und sie wurde in verschiedenen mittelalterlichen Kräuterbüchern beschrieben. Der Volksglaube schrieb den hornigen Hecken eine Schutzwirkung gegen Hexen zu. Der Schlehdorn gilt als Stammform der Kulturpflaume.

Die Heimat des Schlehdorns erstreckt sich über Europa (außer im hohen Norden und auf Island), Vorderasien bis zum Kaukasus und Nordafrika. Die Pflanze ist von den Ebenen bis zu einer Höhe von 1500 m antreffen. In Nordamerika gilt er als eingebürgert.

Die Schlehe zählt zu den wichtigsten Wildsträuchern für Tiere. Von den Früchten des Schlehdorns ernähren sich etwa 20 Vogelarten (deshalb wird sie auch als Vogelgehölz wie z. B. die Vogelbeere und der Holunder bezeichnet) und die Hecken bieten speziell Strauchbrütern einen idealen Lebensraum. In der Blütezeit dienst sie wiederum Schmetterlingen, Raupen, Käfern und Bienen als wichtige Nahrungsquelle.