Die Vogelbeere für unseren Edelbrand

VogelbeereDie Eberesche wird auch Vogelbeere, Drosselbeere, Quitsche oder Krametsbeerbaum genannt. Der Name "Eberesche" leitet sich aus der Bezeichnung "Aberesche" ab, was soviel bedeutet wie "falsche Esche". Der Name "Vogelbeere" kommt daher, dass Vögel eine besondere Vorliebe für die roten Früchte haben, deshalb wurde die Eberesche auch zum Vogelfang benutzt.

Die Vogelbeere ist in Europa (mit Ausnahme des Mittelmeerraumes) sowie in den gemäßigten Bereichen Asiens heimisch. Sie wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Gebüschen.

Die Eberesche diente schon in der Bronzezeit als Nahrungsmittel, wie Samenfunde belegen. Karl der Große förderte im 9. Jahrhundert die Anpflanzung von Ebereschen. Zu dieser Zeit galt sie als Heilmittel gegen Lungenkrankheiten, Verstopfung und Skorbut. Vogelbeerzweigen wurden auch zauberabwehrende Kräfte zugesprochen. Die keltischen Druiden glaubten, die Kraft der Eberesche könne Fluch und Unglück bannen, und sie umpflanzten ihre Opfersteine und Kultstätten mit Ebereschen. Bei den Nordgermanen wurde die Vogelbeere dem Gott Thor oder Donnar geweiht.

Durch Zufall wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Mutation entdeckt, die fast bitterstofffreie Früchte hervorbringt und deshalb auch kultiviert werden kann. Obstbaulich genutzt wird die essbare Eberesche heute in Bulgarien, Russland und Polen.