Die Waldhimbeere für unseren Edelgeist

HimbeereDie Waldhimbeere, die Wildform der Kulturhimbeere, ist kleinfruchtig, steht aber im Geschmack keinesfalls nach. Die natürliche Süße ist unübertroffen gepaart mit einer leichten Säure, die aber, im Gegensatz zu anderen Beeren, nie unangenehm ist.

Man sagt, die ersten kultivierten Himbeerbüsche wurden auf dem Berg Ida auf der Insel Kreta angebaut. Die ursprüngliche Form der Himbeerbüsche hat sich bis heute erhalten. Es sind die Waldhimbeeren, die auf Lichtungen und an Waldrändern zu finden sind

Spuren dieser kleinen wilden Beere wurden in der Nähe prähistorischer Siedlungen in Südosteuropa entdeckt. Wie lange jedoch die Himbeere von Menschen genutzt wird, kann nur geraten werden. Viele Jahrzehnte kannte man nur die kleinen Waldhimbeeren, die in der Wildnis so üppig wuchsen. Im Mittelalter kultivierten die Mönche die Himbeersträucher und sie hatten schon damals den Ruf einer wichtigen Heilpflanze.

Wer eine Himbeerhecke besitzt, hat die Apotheke praktisch schon im Garten: Die Himbeere ist äußerst vielfältig und reich an Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Ihr werden antibiotische, appetitanregende, entwässernde und abführende Wirkung nachgesagt, sie stimuliert Abwehrmechanismen, unterstützt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an.

Himbeeren gehören wie Brombeeren und Erdbeeren zu den Rosengewächsen. Es sind wenig anspruchsvolle Pflanzen und gedeihen am besten  in kühleren und feuchten Klima.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Himbeere ist riesig. Sie wächst wild im mittleren und nördlichen Europa, in Asien und im nordöstlichen Nordamerika. Die besonders aromatischen Waldhimbeeren werden im Bayrischen Wald, in Polen und in den Balkanländern gewerblich gesammelt.