Der Waldmeister für unseren Edelbrand

WaldmeisterDer Waldmeister ist eine einheimische Pflanze, die auf kalkreichen Böden wächst. Waldmeister ist in Nord- und Mitteleuropa und im nordwestlichen Asien in schattigen Laubwäldern beheimatet. Besonders häufig ist er in gebirgigen Buchenwäldern anzutreffen. Meist tritt er dann wiesenartig auf. Das duftende Kraut, auch Maiblume oder Halskräutlein genannt,  wird of erst mit seiner Blüte beachtet. Vor der Blüte sind die grünen Blätter für die Zubereitung der Maibowle, Limonade und zur Herstellung eines Walmeistergeistes wegen seine einzigartigen Aromas geeignet.

Schon die alten Germanen würzten ihr Bier mit Waldmeister, aus dieser Zeit stammt auch der Brauch der Maibowle.

Im Mittelalter erlangte der Waldmeister große Bedeutung und wurde zu dieser Zeit schon kultiviert und als Duftmittel für Wäsche oder Duftkissen verwendet. Auch dem Tabak mischte man manchmal Waldmeister bei. Er wurde aber auch dazu verwendet, um den Geruch übel riechender Medizin zu überdecken. Ferner diente ein Waldmeister-Armband zum Schutz vor bösen Hexen in der Walpurgisnacht.

Der Waldmeister wird in der Volksheilkunde aufgrund seines breiten Wirkungsspektrums vielfältig eingesetzt. Innerlich als leichtes Beruhigungsmittel, bei Kopf- und Leibschmerzen, zum Einschlafen, gegen Migräne, Herzbeschwerden, Nervenschmerzen, Lebererkrankungen, Durchblutungsstörungen. Verantwortlich ist dafür das Alaloid Cumarin.

Als Rauschmittel wirkt der Waldmeister in kleiner Dosierung anregend. Auch von aphrodisierenden Wirkungen wird berichtet. In größerer Dosierung wirkt er berauschend manchmal halluzinogen.