Die Williams Christ Birne für unseren Edelbrand

Williams Christ

 

Die Vorfahren unserer Birnen stammen aus dem Kaukasus, dort gab es früher große Obstwälder. Allerdings gab es auch in anderen Gebieten auf der Welt verschiedene Wildbirnen.

Erste Nachweise über die Nutzung der Birnen stammen aus einer Zeit von vor über 6000 Jahren. Die alten Griechen kannten wilde und dornige Birnbäume, aber auch kultivierte, wohlschmeckende Birnen. In den Geschichten von Odysseus wird davon berichtet.

Um 1530 wanderte der Botaniker Valerius Cordus durch Mitteldeutschland und beschrieb 50 Birnensorten. Roh genießbar wurden die Birnen jedoch in Deutschland erst Ende des 17. Jahrhunderts. Ihre Kultivierung wurde von Frankreich nach Deutschland gebracht. 1661 wurde der XIV. König und erklärte den Obstanbau zur Chefsache. So wurde von Jean de La Quintinye bis 1682 einiger Garten zur Versorgung der königlichen Tafel angelegt, der Potager von Versailles. René Dahuron war ein Schüler von La Quintinye und schrieb ein Buch über den höfischen Obstanbau. 1685 verließ er Frankreich und arbeitete in Hannover und Celle, später dann in Lietzenburg (Charlottenburg), das zur Keimzelle des französischen Gartenbaus in Deutschland wurde.

Die ältesten Nachweise der Birnensorte ' Williams Christ' gehen bis etwa 1770 (England) zurück. Benannt wurde die Sorte nach ihrem ersten Verbreiter, dem Baumschuler Williams aus London. Mitte des 19. Jahrhunderts war sie in Belgien bekannter als in England und fand damals über den belgischen Pomologen van Mons Verbreitung in ganz Europa sowie in Nord- und Südamerika. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Williams Christ eine der drei Birnensorten, die zu Reichsobstsorten - eine die Bezeichnung für eine 1922 durch die Deutsche Obst Bau Gesellschaft für den Obstbau im Deutschen Reich empfohlene Obstsorte - gewählt wurden.

Die Sorte Williams Christ hieß ursprünglich „Williams Bon Chrétien” und wird in den USA und Kanada unter dem Namen „Bartlett” geführt.

Verwendet wird die Sorte 'Williams Christ' als Tafelobst, zur Herstellung von Konserven und Obstbrand. Das besondere Zeichen der 40%-igen Spirituose ist die Flasche mit der in ihr enthaltenen Birne. Das Verfahren wurde von der Walliser Familie Germanier entwickelt. Um die Birne in die Flasche zu bekommen, stülpten sie nach der Birnbaum Blüte Flaschen über die Knospen.